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BDI setzt technologisch führendes Adress-Management
ein
Quality Management entscheidet über
Corporate Image
Das Kapital jeder Organisation sind die Kontakte zu Partnern, sowohl
über die postalische Adresse als auch über Fax, E-Mail und
Telefonie. Mit der Planung des Umzuges des Bundesverbandes der Deutschen
Industrie e. V. (BDI) nach Berlin stand die Entscheidung an, das seit
zehn Jahren im Einsatz befindliche Adressverwaltungssystem durch einen
zukunfts- und qualitätsorientierten Standard abzulösen.
Der Aufgabe, ein Quality Management für große Adress-Pools
und damit einen Standard für Anschriften und Adressen zu schaffen,
stellten sich Dr. Dieter Schramm als Projektkoordinator Informationsverarbeitung
des BDI und Bernd Kloos als treibende Kraft der Innovation Center
GmbH. Ergebnis ist PRIME Partner der Standard für große
Adress-Pools ein modular gestaltetes Anwendersystem auf der
Basis bewährter Microsoft-Technologie. Der BDI nutzt dieses
Adressmanagement als strategisches Instrument im Dienst des Corporate
Image.
Die Aufgabe
Die kritische Durchsicht der Bestände großer Adressdatenbanken
führt regelmäßig zur ernüchternden Erkenntnis,
dass weit mehr als die Hälfte der vorhandenen Adressen aus
dem einen oder anderen Grund nicht brauchbar oder einfach überflüssig
ist. Allein die Anzahl der Dubletten überschreitet im Regelfall
die 50-Prozent-Marke. Dies beruht unter anderem auf uneinheitlicher
Schreibweise der Namen der Personen, Straßen, Orte und Unternehmen.
Des weiteren mangelt es auch oft an einer konsequenten Adresspflege
und es werden mitunter bei einer Aussendung überflüssigerweise
mehrere Generationen ehemaliger Funktionsträger in Unternehmungen
angeschrieben. In einer größeren Datenbank, glücklicherweise
nicht beim BDI, war ein einzelner Adressat 67mal in unterschiedlicher
Schreibweise aufzufinden. Das ist soweit die größte Zahl
bekannter Dubletten.
Betriebwirtschaftlich bedeuten Dubletten mehr zu leistende Mitarbeiterstunden,
unproduktiv gebundene Rechenzeit und explodierende Versandkosten.
Marketing und Vertrieb vernichten durch Dubletten und mangelhafte
Adressen mit durchaus viel Aufwand ihr Kundenpotenzial. Schließlich
beginnt auch das Corporate Image beim Namen, dem Namen des Kunden
wohlgemerkt. Wer das würdigt, dem gilt gewiss die erhöhte
Aufmerksamkeit seiner Kundschaft.
Ein moderner Adress-Pool hat natürlichen Personen alle ihre
Adressen bei verschiedenen Unternehmen, Institutionen, Verbänden,
Parteien und Organisationen zuzuordnen. Ebenso muss die Struktur
innerhalb einer Organisation darstellbar sein.
Schließlich müssen Anreden, Titel, Berufsbezeichnungen
und Prädikate korrekt wiedergegeben werden. Postleitzahlen
es gibt im Geltungsbereich der Deutschen Post AG drei Arten
sind nur der Gipfel des Verwirrspiels, dessen Meister alle
Hürden an Vorschriften und Konventionen im Reiche der Adressen
bewältigten. Da gelten die Empfehlungen der DIN 5008, das Postleitzahlenverzeichnis
der Deutschen Post AG ist einzusetzen und es stellt sich früher
oder später die Frage, wie wir einen Botschafter, einen Landtagsabgeordneten
oder den EU-Ratsvorsitzenden anzuschreiben haben. Eine Frage hingegen
stellt sich täglich: Sind unsere Adressdaten noch aktuell?
Die Fragen und Forderungen an einen modernen Adress-Pool sind vielfältig
und umfangreich. Die Römer der Antike gaben den meisten ihrer
Kinder einfach eine Nummer. Quintus, der Fünfte, oder Sixtus,
der Sechste, hieß er dann. Der Mensch heute möchte mehr
sein als eine Nummer. Er möchte auch gerne mehr sein als der
Empfänger einer Massendrucksache. Die Personalisierung der
Anschreiben ist somit mehr als nur eine nette Idee:
»Aber mein Name sollte drauf stehen, und er sollte richtig
buchstabiert sein. Meine Adresse sollte stimmen. Und bitte: Ich
bin jetzt Abteilungsleiter und nicht mehr Projektassistent wie vor
acht Jahren.«
So fühlt der Kunde.
Wir erinnern uns: Kunden, das sind die Menschen, die unser persönliches
Wohlergeben ermöglichen. Es ist der Kunde, der unser Corporate
Image schafft. Er tut dies nach unseren Vorgaben. Also tun wir ihm
den Gefallen. Selbst wenn das nicht ganz uneigennützig ist.
Dr. Dieter Schramm und Bernd Kloos hatten somit ein klares Ziel:
Schaffung eines Standards für Adress-Pools durch Quality
Management mit Software und Service für die Verarbeitung, die
Verwaltung und den Einsatz großer Adressdatenmengen.
Lösungen: Die Grundlagen
Der anstehende Umzug von Köln nach Berlin lieferte dem Bundesverband
der Deutschen Industrie e.V. den äußeren Anlass für
die Implementierung eines neuen Adressmanagementsystems. Auch war
das vorhandene System nach mehr als zehn Jahren erfolgreichem Einsatz
technologisch und organisatorisch überholt.
Microsoft Windows 95 (Client), Microsoft Windows NT 4.0 (Server),
der Microsoft Systems Manager Server 1.2, der Microsoft SQL Server
7.0 und die Vielzahl der im BDI eingesetzten Microsoft Office Produkte
sprachen eindeutig dafür, sich auch in Zukunft an Microsoft
zu orientieren. Mitarbeiter der Microsoft Niederlassung Neuss taten
ein übriges, indem sie Dr. Dieter Schramm im März 1998
auf die Innovation Center GmbH aus Heusenstamm hinwiesen. Innovation
Center arbeitete schon damals an Standard-Lösungen im Adressmanagement.
Bis heute wurden hier mehr als 30.000 Entwicklungsstunden investiert.
Microsoft-Technologien bilden die Grundlagen für die Entwicklung
bei Innovation Center GmbH, so etwa der Microsoft SQL Server 7.0.
Programmiert wurden PRIME Partner und seine bis heute 14 Module
in Microsoft Visual Basic. Dies erlaubt zudem eine schnelle und
kostengünstige Anpassung der Lösung an jede Kundensituation.
Rund 200 Mitarbeiter sollten beim BDI in den Genuss eines modernen
Adress-Pools gelangen. »Dublettenfrei, intuitiv, sicher«
waren die Hauptforderungen an das neu zu schaffende System, die
umzusetzen waren. Dr. Dieter Schramm erinnert sich außerdem:
»Die Akzeptanz der elektronischen Verwaltung unserer Adressen
sollte verbessert werden. Dem eigenen Karteikasten wurde die Organisation
der erhaltenen Visitenkarten mehr zugetraut!«
Lösungen: Dublettenfreiheit
Jedes professionelle Adressmanagementsystem nimmt für sich
in Anspruch, dublettenfrei zu arbeiten. Das PRIME Partner Quality
Management verhindert Dubletten auf mehreren Ebenen. Anspruch und
Wirklichkeit werden so nachhaltig und nachvollziehbar zur Deckung
gebracht.
Die Migration der Altdaten war der erste Schritt. Im gegebenen
Fall des BDI wurden 120.000 Adressen aus 16 Abteilungsdatenbanken
zusammengeführt und überprüft: 56.000 valide Anschriften
sind ein Ergebnis, das für sich spricht. Mehrfachnennungen
durch Schreibfehler und unter verschiedenen Bezeichnungen, die gleichzeitige
Verwendung verschiedener Sprachen und unterbliebene Aktualisierung
durch mangelhafte Adresspflege hatten das Altsystem überladen
und sich zu einem nicht mehr zu vernachlässigenden Kostenfaktor
entwickelt.
Mangelhafte Adresspflege ist kein technisches Problem. Sie liegt
vielmehr an der mangelnden Akzeptanz gegenüber einem System,
das die Benutzer innerlich ablehnen.
Ergebnis der Migration der Altdaten war ein schlanker, dublettenfreier
und nach DIN 5008 sowie den Vorgaben des Postleitzahlenverzeichnisses
der Deutschen Post AG standardisierter Adress-Pool.
Die Mitarbeiterschulung und die Einführung eines Betriebskonzepts
im Sinne des Quality Management war der zweite Schritt. Der erreichte
Standard wird aufrechterhalten, indem alle Benutzer im Sinne des
PRIME Partner Adressdatenpflegekonzepts geschult werden.
Schließlich, als Dritter im Bunde, unterstützt das Modul
PRIME Partner Quality Management Workbench, kurz QM Workbench genannt,
die Qualitätssicherung. Grundlage hierzu bilden 20 Prüfroutinen,
die praktisch alle Dubletten zu Tage fördern. Dr. Dieter Schramm:
»Es ist schließlich wichtig, die einmal erreichte Qualität
zu erhalten. Jedes natürliche System neigt zu wachsender Unordnung
(zweiter Hauptsatz der Thermodynamik). Deshalb muss eine ständige
Adresspflege betrieben werden.«
Lösungen: Intuitive Bedienbarkeit
Die Bedienerfreundlichkeit ist Voraussetzung für die Marktfähigkeit
eines Produkts.
Einerseits entspricht die Benutzeroberfläche einfacher
gesagt das, was wir auf dem Monitor sehen dem Microsoft Windows
Explorer. Dieses Bild ist praktisch jedem, der einen Computer in
seinem Büro benutzt, gut vertraut. Dies fördert damals
wie heute die Akzeptanz des Produkts PRIME Partner entscheidend
bei den Mitarbeitern des BDI. Andererseits lädt auch die einfache
Bedienung durch die Mausfunktionen rechte Taste und linke Taste
in Verbindung mit den jeweiligen Menüs zum spielerischen Kennenlernen
der Funktionen ein. Die selbständige Einarbeitung wird so gefördert.
Dr. Dieter Schramm: »Inzwischen werden Adressen aus den verschiedensten
Quellen kontinuierlich eingepflegt. Das spricht für großes
Vertrauen. Die notwendige technische Neuerung führte zu einem
durch alle Mitarbeiter akzeptierten System, das im Vergleich mit
dem alten System alle Arbeiten mit Adressen vereinfacht und
was noch wichtiger ist beschleunigt hat.«
Lösungen: Sicherer Standard
Microsoft-Technologien in Verbindung mit den Ergebnissen der Abteilung
Forschung & Entwicklung bei der Innovation Center GmbH sorgen
für ein zukunftssicheres Standardprogramm. Der ständige,
kritische Austausch mit den Benutzern sichert die Marktnähe
aller Module. Zahlreiche Funktionalitäten wurden für die
Bedürfnisse des BDI maßgeschneidert. Schließlich
ist PRIME Partner integraler Bestandteil der Microsoft Infrastruktur.
Mario Gans, Entwicklungsleiter der Innovation Center GmbH: »Zum
Standard wird nur, was aber auch wirklich aller Kritik unserer Pilotkunden
standgehalten hat.«
Zum Standard gehören vor allem das schnelle Ermitteln und
Anwenden einer einzelnen Adresse, etwa einer postalischen Adresse
oder Telefonnummer, ebenso wie Mailings an beliebig viele Adressaten
per Fax oder per E-Mail. PRIME Partner ist geeignet für 5.000
bis 50 Millionen Adressen. Die Kapazität wird durch die Hardware
bestimmt, die PRIME Partner Software kann nach heutigem Wissensstand
beliebig groß angelegt werden.
Bernd Kloos weist darauf hin, wie wichtig und wirtschaftlich sinnvoll
ein Standard ist: »Wir sind etwas selbstverliebt, wenn wir
glauben, Dinge müssten für uns alleine ganz neu erfunden
oder entwickelt werden. Sie können einen Standard-PKW in rund
4.000 Ausführungen bestellen. Die KFZ-Technologie ist heute
in allen ihren Bestandteilen standardisiert. Module werden nach
Kundenwunsch zusammengesetzt und so erhalten Sie Ihr individuelles
Auto. Moderne Software der Innovation Center GmbH wird ebenso modular
entwickelt und den betrieblichen Erfordernissen des Kunden entsprechend
zusammengestellt und eingesetzt. Die so etablierten Standards bedeuten
Qualität und Preiswürdigkeit. Individualentwicklungen
sind im Regelfall teuer, überflüssig oder einfach Mogelpackungen.«
Resumée
Adressen sind das wichtigste Kapital von Unternehmen und Organisationen.
Ihre Qualität entscheidet über das Corporate Image. Falsche
Eigennamen und Adressbestandteile haben ebenso wie Dubletten und
andere Mängel im Adressmanagement einen negativen betriebswirtschaftlichen
Effekt.
Das in Zusammenarbeit zwischen dem Bundesverbandes der Deutschen
Industrie e.V. (BDI) und der Innovation Center GmbH auf der Grundlage
etablierter Microsoft-Technologien geschaffene Adressmanagementsystem
PRIME Partner arbeitet durch das eingesetzte Quality Management
dublettenfrei, es ist intuitiv bedienbar und stellt einen sicheren
Standard dar.
René Scholz
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